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COPD: Rauchbelastung in der Kindheit erhöht Krankheitsrisiko

Bereits in der Kindheit kann das Risiko, später im Leben an COPD zu erkranken, erhöht werden. Eine aktuelle Forschungsarbeit aus Dänemark hat mehrere Studien zusammen betrachtet und so insgesamt Daten von fast 70.000 Menschen ausgewertet. Die Wissenschaftler kommen zu dem Schluss, dass es gleich mehrere Faktoren gibt, die zu einem höheren COPD-Risiko führen können. Welche Faktoren sind das und wie können Sie als Eltern darauf reagieren?

Rauchbelastung im Mutterleib oder durch Passivrauchen in der Kindheit sollte vermieden werden.

Auch wenn in den letzten Jahren die Raucherquote in westlichen Ländern gesunken ist, bleibt Rauchen ein großer Risikofaktor für die Volkskrankheit COPD. In den letzten Jahrzehnten stieg zudem die Zahl der Raucherinnen an, so dass heute fast genauso viele Frauen wie Männer rauchen. Erste COPD-Symptome, wie z. B. Kurzatmigkeit und Auswurf, werden oft als reine Begleiterscheinungen des Rauchens hingenommen. Dabei wäre es besser, spätestens jetzt mit dem Rauchen aufzuhören.

Nun ist ein weiterer wichtiger Grund für den Rauchstopp erkannt worden: Die Rauchbelastung eines Kindes im Mutterleib und als Kleinkind kann das Risiko erhöhen, später an COPD zu erkranken. Das fanden Wissenschaftler aus Dänemark, die Daten von etwa 70.000 Menschen analysiert haben, heraus. Die dänische Forschungsstudie hat drei Risikofaktoren in der Kindheit für die spätere Entwicklung einer COPD gefunden:

  1. Rauchen der Eltern
  2. Eine Atemwegserkrankung
  3. Ein geringes Geburtsgewicht

Durch das Rauchen der Eltern ergeben sich zwei Gefahren für Kinder: Erstens werden die Kinder bereits im Mutterleib den Inhaltsstoffen von Tabak ausgesetzt und zweitens kommt es zum Passivrauchen des Kleinkindes. Hier könnte es demnach zu einer Vorschädigung der Lungenfunktion kommen, so dass die betroffenen Kinder laut einer anderen Studie im späteren Leben leichter eine COPD entwickeln könnten.
Daneben haben die Forscher herausgearbeitet, dass ein niedriges Geburtsgewicht und Atemwegserkrankungen in der frühen Kindheit, wie z.B. Bronchitis mit keuchendem Atem, das Risiko erhöhen, später an COPD zu erkranken.

Fazit:
Die Belastung von Kindern durch Rauchen während der Schwangerschaft oder durch Passivrauchen sollte komplett vermieden werden. So verringern Sie die Gefahr, dass Ihr Kind später an COPD erkrankt.