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COPD – Behandlung einer Exazerbation

Viele Patienten mit einer chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) kennen plötzliche Veränderungen des Gesundheitszustandes, sodass ein schneller Arztbesuch und die Intensivierung der Behandlung unumgänglich sind.

COPD-Exazerbation – Ignorieren Sie die akute Verschlechterung nicht

Damit es Ihnen wieder besser geht – Exazerbation richtig behandeln!

Exazerbationen sind ernst zu nehmende Ereignisse, die von vielen COPD-Patienten als bedrohlich erlebt werden. Bei schweren Formen kann es sein, dass Sie ins Krankenhaus müssen. COPD-Exazerbationen entstehen oft im Zusammenhang mit Erkältungen oder anderen Infekten der Atemwege.

Erste Selbsthilfe bei Exazerbationen

Lassen Sie sich am besten für den Ernstfall schon vorweg von Ihrem behandelnden Arzt einen Notfallplan und auch eine Box mit den wichtigsten Notfallmedikamenten (z. B. kurzwirksame Medikamente zur Atemwegserweiterung) zusammenstellen. Dann wissen Sie und Ihre Angehörigen bei einer akuten Verschlechterung sofort Bescheid, was zu tun ist. Ganz wichtig dabei:

  • Ruhe bewahren,
  • eine atemerleichternde Körperhaltung einnehmen und
  • die Lippenbremse durchführen.

Konkrete Tipps zum Vorgehen bei Exazerbationen im Zusammenhang mit einer chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung finden Sie auch in einem Faltblatt der Deutschen Atemwegsliga e. V. zum Download (Informationen für COPD-Patienten: Plötzliche Verschlechterung (Exazerbation) bei COPD).

Was macht der Arzt?

Gegen eine akute Krankheitsverschlechterung wird Ihr Arzt üblicherweise erst einmal medikamentös vorgehen und Ihre Arzneimitteltherapie entsprechend anpassen und eventuell auch erweitern. Um künftig weitere Exazerbationen zu vermeiden, erhalten Sie danach möglicherweise einen veränderten Medikamentenplan.

Vorgehen bei COPD-Exazerbationen

  • Leichte Exazerbationen:
    Behandlung mit kurzwirksamen bronchienerweiternden Substanzen (zum Inhalieren und/oder Einnehmen). Gabe von langwirksamen Medikamenten zur Bronchienerweiterung, sofern bislang noch nicht im Behandlungsschema.
  • Mittelschwere Exazerbationen:
    Zusätzlich Antibiotika und/oder Kortisontabletten
  • Schwere Exazerbationen:
    Krankenhauseinweisung, ggf. nicht-invasive mechanische Beatmung